Dinge, die mir das Leben gerettet haben – Teil I – Die Hängeregistratur

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Früh morgens, um 7 Uhr in Deutschland: Kinder bügeln, noch schnell das Hemd füttern, den Termin am Nachmittag auf einen Zettel schmieren, Schnitten schreiben – achja, und wo habe ich nochmal meine Brille liegen lassen? Hm… Jetzt hört endlich auf euch zu streiten! Ich habe ganz vergessen, was ich gerade denken wollte! So ähnlich ergeht es wohl tausenden Familien, wenn das Hamsterrad tagtäglich von neuem beginnt und uns mit seiner unerbittlichen Konsequenz zu erschlagen droht.

Wenn dann noch Freiberuflichkeit, mehrere Jobs oder sogar so etwas wie Hobbys (eigene oder die der Kinder) dazukommen… Am besten man engagiert sich noch in einer Kita-Elterninitiative voller supermotivierter Eltern. Dann ist endgültig Land unter. Es sei denn, man ist höllisch gut durchorganisiert, was viele von euch mit großer Sicherheit sind. Aber selbst dann gibt es einige kleine, aber feine Dinge, die dir das Leben noch etwas leichter machen können.

In dieser Rubrik werde ich euch regelmäßig diese kleinen, feinen Dinge vorstellen, die mich buchstäblich vor dem Ertrinken im kreativen Chaos zwischen Beruf und Familie gerettet haben. Viel Spaß beim Lesen und Ausprobieren!

Teil I – Die Hängeregistratur

Stapelt sich bei dir auf dem Schreibtisch eigentlich auch das Papier bis zur Decke? Und wenn du etwas finden möchtest, weißt du gar nicht, wo du anfangen sollst zu suchen ohne den ganzen Stapel umzuschmeißen? Und manchmal vergisst du ganz wichtige Briefe oder Aufgaben, weil sie einfach in diesem undurchsichtigen Stapel verschwinden? Vielleicht stapelst du auch schon fleißig in Aktenstapler hinein, aber irgendwie gibt es nie genug Unterstapel? Welcome to my world – three years ago!

Doch die Rettung naht! Vor einigen Wochen ist mir wieder einmal dieses wundervolle Buch in die Hände gefallen: Simplify your Life von Werner Tiki Küstenmacher. Bildergebnis für simplify you rVom Entrümpeln der Wohnung, über das Klären der eigenen Finanzen, das Organisieren des Arbeitsalltages oder die Gestaltung von Beziehungen, bis hin zu Fragen der Selbstverwirklichung – in diesem Buch finden sich sehr viele wertvolle Tipps, die dein Leben wirklich leichter machen können – falls du sie umsetzt 😉.

So hat es auch mir (u.a.) einen ganz wertvollen Impuls gegeben: Die Anschaffung einer Hängeregistratur. Im Sinne von – Drehen wir den deckenhohen Stapel doch einfach mal um 90° und sortieren ihn in die Vertikale. Genial einfach und genial organisiert! Es nimmt weniger Platz ein und du behälst den Überblick über alle deine Zettel und Aufgaben. Nie wieder wichtige Dokumente vergessen oder Stunden mit Suchen zubringen!

Eine Hängeregistratur funktioniert so: Zuerst kaufst du dir ein einfaches Modell aus dem Schreibwarengeschäft (meins ist aus Pappe) inklusive zwanzig Hängemappen. Dann machst du Tabula Rasa und kehrst den gesamten Papierkram von deinem Schreibtisch auf den Boden. Dort beginnst du deine Zettel zu sortieren. Einen Stapel für ganz wichtige und dringende Dinge, einen für offene Aufgaben, die demnächst anstehen, aber noch nicht ganz so dringend sind, einen (oder mehrere) für Dinge, die eigentlich bereits abgeheftet in diverse Ordner gehören und hier „zwischengeparkt“ werden, und alle anderen ganz intuitiv, wie du sie für deine Sachen brauchst. So kannst du bis zu zwanzig Unterstapel gründen. Dann steckst du jeden Stapel in eine Hängemappe und beschriftest jede Mappe mit einem aussagekräftigen Namen. Und nun sortierst du deine Mappen in die Hängeregistratur – die dringlichsten nach vorne, die undringlichsten nach hinten. Fertig!

Das war der erste Streich und der zweite folgt zugleich. Denn wenn du diese wunderbare Ordnung auf deinem Schreibtisch behalten möchtest, musst du ab jetzt jeden Zettel, der auf deinem Schreibtisch landet, sofort in die dazugehörige Hängemappe sortieren. Die dringenden Zettel kommen ganz nach vorne, damit du sie zu einem dir passenden Termin (mehr dazu später) bearbeiten kannst.

So bleibt dein Schreibtisch immer überschaubar und ordentlich und du hast Platz, darauf zu arbeiten und deine Gedanken und Ideen auszubreiten. Damit tust du auch deinem Unterbewusstsein einen großen Gefallen. Dieses wird nämlich von jeder Unordnung deutlich abgelenkt und unter Stress gesetzt. Als Resultat kannst du dich schlechter auf die Dinge konzentrieren, die du gerade tust. Steht ebenfalls in jedem Feng Shui Buch 😉.

Achte darauf, dass deine Hängeregistratur „lebendig“ bleibt, wie Küstenmacher es beschreibt. Entleere in regelmäßigen Abständen eine oder zwei Hängemappen und schau, was davon noch aktuell ist, was sich vielleicht schon erledigt hat und getrost in den Papierkorb wandern kann, und was abgeheftet gehört.

Ich verspreche dir, diese nie dagewesene Ordnung und Auffindbarkeit deiner Zettel wird sich mehr als zurückzahlen und du wirst dich fragen, wieso du deine Zettel jemals anders behandelt hast 😊. Viel Freude dabei und lass mich wissen, wie es dir damit ergeht!

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